Ich kann mich noch sehr gut an die Zeit erinnern, als ich ziemlich aufgeregt und nervös auf mein erstes Chessbase wartete. Irgendwann lag es dann im Briefkasten und flugs wurde das Paket aufgerissen und die Diskette in den Rechner geschoben. Während man es sich mit einer Tasse Kaffee vor dem PC gemütlich machte, installierte sich das Chessbaseprogramm automatisch, und voller Vorfreude inspizierte man das mitgelieferte Handbuch. War die Installation dann abgeschlossen, kam man aus dem Staunen nicht mehr heraus, tausende von Partien ließen sich mühelos verwalten, nachspielen und editieren. Die Jahre vergingen und das Programm wurde stetig weiterentwickelt und verbessert, Chessbase wurde zu einer mächtigen Waffe der häuslichen Vorbereitung führender Topgroßmeister. (weiterlesen…)
Warum sollte man ein Buch kaufen, auf dessen Titel kein Großmeistername prangt? Kann uns dieser Frank Oltmann, der „79 Schachlektionen“ geschrieben hat, wirklich noch etwas beibringen? Um es gleich zu beantworten: Ja, er kann. Das Buch ist gleichermaßen unterhaltsam und lehrreich.
Das Mysterium, warum es ausgerechnet 79 Lektionen sind, die der Autor dem Leser zu vermitteln versucht, bleibt indes ungelöst. Frank Oltmann hat sein Buch – so der Rückentext – „für den fortgeschrittenen Anwender bis hin zum Vereinsspieler“ verfasst. Dabei richtet sich der Autor gleichermaßen an Trainer, denen er gleich noch ein paar Tipps für ein erfolgreiches Training mit auf den Weg gibt wie an Autodidakten.
„79 Schachlektionen“ bricht nur wegen seines Autors und Titels mit mancher Konvention. Wer auf die geradezu klassische Aufteilung in Eröffnung, Mittel- und Endspiel wert legt, wird wenig Freude an diesem Buch haben. Wer dagegen Abwechslung vorzieht und nicht ein Endspielproblem nach dem anderen durchackern will, kommt voll auf seine Kosten. (weiterlesen…)