Während Dieter Bohlen und Kollegen einmal mehr verbal auf selbst ernannte Sternchen einprügeln, schlägt Deutschland sucht den Superpatzer zurück. Bevor wir uns wieder unseren eigenen Patzern widmen, sind erst einmal die Prominenten dran: Wir wählen den Prominentenpatzer.
Ex-Weltmeisterin Susan Polgar hat sich schon lange auf Wladimir Kramniks Selbstmatt im Duell mit Deep Fritz als „blunder of the century“ festgelegt. Doch es gibt durchaus noch eine ganze Reihe anderer Aussetzer prominenter Spieler. Einer davon wurde von keinem geringeren als Garri Kasparow auf das Brett gebracht, wie im Bild links zu sehen (FEN am Ende des Kapitels). Beim Schnellschach gegen Viswanathan Anand in Genf 1996 „opferte“ Kasparow Material. Fast noch sehenswerter ist seine Reaktion auf Anands nächsten Zug bei YouTube.
Doch Kasparow und Kramnik sind natürlich nicht allein. Im Laufe der Zeit haben zahlreiche prominente Schachspieler daneben gegriffen. Wir wählen nun den schönsten Patzer, den sich ein prominenter Schachspieler geleistet hat.
Zuvor müssen wir natürlich die Kandidaten auswählen. Hier seid Ihr gefragt: Schreibt Euren Vorschlag als Kommentar oder sendet eine E-Mail mit Eurem Vorschlag an die im Impressum genannte Adresse. Zeitliche oder andere Einschränkungen sind nicht zu beachten.
Also her mit den schönsten Patzern!
FEN für die Weiterverabeitung im eigenen Programm:
2r1k2r/1p3pb1/p2p4/3np3/4q1p1/1P1NB1Pp/P1P1QR1P/4R1K1 b k – 6 33
2r1k2r/1p3pb1/p2p4/3np3/6p1/1P1Nq1Pp/P1P1QR1P/4R1K1 w k – 0 34
Aiko Wiederhold ist der Superpatzer 2006/07. Sein Werk „Frontangriff“, bei dem er mit einem immerhin optisch hübschen Zug einen klaren Sieg noch in ein Patt und damit einen halben Punkt umwandelte. Aiko konnte 69% der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen und gewinnt damit das von Martin Rieger gestiftete Buch „79 Schachlektionen“.
Doch noch größer mag Aikos Freude darüber sein, dass mit dem Gewinn beim Superpatzer kein späterer Aufenthalt im „RTL-Dschungelcamp“ verbunden ist. Auch sieht es so aus, als wenn der verschenkte halbe Punkt nicht zu einem Mannschaftspunktverlust führen wird.
Auf dem zweiten Platz der Patzerwahl platzierte sich Josef Krammel mit seinem Werk „Vermummung“, das 10% der Stimmen sammeln konnte. Auf Platz 3 landete „Beschleuniger“ von Michael Lütz.
Insgesamt wurden mehr als 60 Stimmen gezählt, von denen 58 gültig waren. Schon jetzt laufen natürlich die Vorbereitungen auf den Superpatzer 2008. Es wäre doch gelacht, wenn in den vielen laufenden Partien nicht schon der eine oder andere Fehlzug auf das Brett gekommen wäre.