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Interkulturelles Schnellschach in Köln

Mittwoch, 26. November 2008 von caissa

Am 8. November 2008 fand in Köln das zweite interkulturelle Schnellschachturnier „Integration ist Teamarbeit“ statt. Ausrichter des Turniers war der ursprünglich türkischstämmige, nun multikulturelle Schachclub Satranç Club 2000.

Zur Historie: Das erste interkulturelle Schnellschachturnier und ein Freundschaftsspiel fanden im Jahre 2001 mit vielen Spielern statt statt, von denen viele mittlerweile IM bzw. angehende GM sind: Z.B. Kivanc Haznedaroglu, Umut Atakisi, Dieter Morawietz, Ilja Zaragatski, Jakob und Philipp Balcerak.

Das diesjährige Turnier fand im Rahmen der Interkulturellen Woche statt und sollte auch auf die Schacholympiade in Dresden einstimmen. Daher wies auch die Schacholympiade ausdrücklich auf das Turnier hin. Beide Ereignisse nahm der Verein zum Anlass, Schach als Integrationssport und den Schachverein als Ort des interkulturellen Dialoges stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. (weiterlesen…)

Olympia 2012 in Istanbul

Mittwoch, 26. November 2008 von caissa

Der Fide-Kongress in Dresden vergab die Schacholympiade 2012 an die türkische Metropole Istanbul. Zuvor findet Olympia 2010 im sibirischen Chanty-Mansijsk statt. Derweil steht Doha als Austragungsort des nächsten Grand Prix nicht zur Verfügung. Dieser soll nun in Elista stattfinden, für den ursprünglichen Elista-Termin ein neuer Ort gesucht werden.

Realistisch ist aber wohl ein zweiter Elista-Grand-Prix, da das Veranstalterinteresse schon bei der ursprünglichen Suche gering war und als Ersatzort wohl nicht einmal ein Spieler des Gastgeber-Landes gesetzt werden kann. Insofern darf man sich aber auch fragen, was Al-Modiakhi nun noch in der Grand-Prix-Serie zu suchen hat, der von Doha nominiert wurde.

Endlich wieder Schlammschlacht!

Freitag, 07. November 2008 von caissa

Wie macht man eine Sportart populär, bei der es keine in Schals und „Kutten“ gehüllte Zuschauer gibt, die mit Bierbechern werfen und den Gegner und sich gegenseitig anpöbeln. Die WM in Bonn muss für viele Schachfreunde eine herbe Enttäuschung gewesen sein: Keine Taucherbrillen, keine Gurus und Psychpathen … Verzeihung: Psychologen, nicht einmal via Toilettenspülung codierte Engine-Züge. Doch zum Glück wissen Schach-Manager und Fide-Präsidenten, wie sie dem Volk ihre Spiele geben.

Ob die Wutrede Trappatonis, der Clinch zwischen Frings und Löw, blank gezogene Brüste von Schwimmerinnen oder Unterleiber von Sängerinnen – die Skandale und Skandälchen in Sport und Showbiz sind es doch, die das wahre Medien- und Publikumsinteresse entfachen.

In dieser Hinsicht wird nach der enttäuschend guten und ruhigen WM nun endlich dem Volke wieder etwas geboten. Die einzige echte Peinlichkeit der WM bestand ja darin, dass Ex-Fide-Präsident (und Ex-Knacki) Campomanes die Siegerehrung vornahm, was aber in den Medien nicht recht gewürdigt wurde, vielleicht auch, weil sich niemand fand, der zu einem Handgemenge auf der Bühne bereit war.

Doch zum Glück gibt es ja inzwischen einen „neuen“ Fide-Präsidenten, der es zwar bisher noch nicht zu einer Verurteilung geschafft hat, aber ebenso viel Geld besitzt wie er Raum für Spekulationen über seine Person bietet. Kaum waren die von der WM gelangweilten Schach-Fans wieder aus ihrem Schlummer erwacht, griff „El Presidente“ das Thema des Kandidatenfinales noch einmal auf, das bekanntlich erst Ende dieses Monats beginnen sollte. (weiterlesen…)

 

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