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Durchwachsener Start

Dienstag, 17. Juni 2008 von caissa

Der Verein Schachbundesliga e.V. war 2007 gegründet worden, um die Vermarktung und Professonalität der Bundesliga zu verbessern. In der kommenden Saison ist die Bundesliga nun endlich flügge – formal jedenfalls. An dieser Stelle war kürzlich erst die Rede von der arg unprofessionellen Ausschreibung der Live-Übertragung. Nun wurden die Spielpläne der neuen Saison veröffentlicht, und auch die geben in Sachen Professionalität zu denken.

Till Schelz-Brandenburg ätzte bereits auf der Homepage des SV Werder Bremen über die Ansetzungen. Er hätte sich den (Fußball-)Kracher Werder Bremen gegen Bayern München zum Auftakt gewünscht, in der Hoffnung, damit ein größeres Medien- und Zuschauerinteresse zu erzielen.

Werder Bremen ist es aber auch, das den Spielplan kräftig durcheinander wirbelt. Da Werder seine Heimspiele in der Business-Lounge des Weserstadions austrägt, muss auf den Spielplan der Fußball-Bundesliga Rücksicht genommen werden. Daher behält sich die Bundesliga vor, die Heimspiele von Bremen mit denen des Reisepartners Emsdetten oder gar mit Hamburg zu tauschen.

Man hätte natürlich einfach die Veröffentlichung des Fußball-Spielplans abwarten können oder aber bei der Ansetzung der Spielwochenenden die fußballfreien Wochenenden in die Überlegungen einzubeziehen. So findet ein Werder-Heimwochende – wahrscheinlich eher – zufällig an einem fußballbundesligafreien Wochenende statt.  Nur das Wochenende 29/30.11. mit dem dann stattfindenden 15. Fußballspieltag kritisch. Kurioserweise überließ man es Emsdetten und Bremen mit seiner Partie auf den 28.11. auszuweichen.

Wollen wir hoffen, dass an den Brettern mehr nachgedacht wird als in den Büros.

Denk(sport)spiele

Dienstag, 03. Juni 2008 von caissa

Bei den antiken olympischen Spielen kann es wohl noch nicht gewesen sein, aber gefühlt haben schon vor Erfindung des Fernsehens Schachfreunde versucht, ihren Sport olympisch zu machen und somit den vermeintlichen Durchbruch zum medien- und massentauglichen Sport zu erzielen.

Heute freut man sich schon darüber, eine vom IOC anerkannte Sportart zu sein, was konkret freilich nur bedeutet, dass jeder Kreisklassespieler auf seinen Kaffeekonsum zu achten hat. Olympische Sportart kann Schach allenfalls theoretisch werden. Doch einstweilen richtet sich das olympische und mediale Interesse auf packende Ereignisse wie den Modernen Fünfkampf und das Schießen. (weiterlesen…)

 

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