Am vergangenen Sonntag fand in Köln ein multikulturelles Tandemschachturnier unter dem Motto „Integration ist Teamarbeit“ statt. Veranstalter waren der Satranç Club 2000 und das Kilimandjaro – Zentrum für Integration. Das Ziel, Schach als Integrationssport und Ort der multikulturellen Begegnung stärker in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit zu rücken, lag natürlich gerade im Jahr der Schacholympiade in Deutschland mit ihrem Motto „Wir spielen eine Sprache“ eine noch größere Rolle als der Sport an sich.
So hatte natürlich auch das Tandemschach seinen tieferen Sinn: Bei dieser Variante des Schachspiels bilden je zwei Spieler ein Team, agieren aber nicht parallel zueinander, sondern miteinander. Die Figuren, die ein Spieler schlägt, können jeweils auf dem anderen Brett plaziert werden. Jeder Spieler ist also auf seinen Mitspieler angewiesen. Die weißen Steine des einen müssen mit den schwarzen des anderen harmonisch abgestimmt werden – eben so, wie das Zusammenwirken von Kulturen, von Einheimischen und Zuwanderern auch nur Hand in Hand funktionieren kann.
Konsequenterweise wurden die Teilnehmer mit Simits, den türkischen Sesamkringeln, ebenso üppig versorgt wie mit bayerischen Brezeln. Doch weit mehr noch als über die Verpflegung und den sportlichen Spaß erfreuten sich die Spieler aus Ländern wie der Türkei, Uganda, Griechenland, Spanien und natürlich auch Deutschland natürlich am freundlichen Miteinander der Menschen, Kulturen und Nationen. Dass der gastgebende Satranç-Club für seine außerordentliche Gastfreundschaft gelobt wurde, verwundert wohl kaum, ist die türkische Gastfreundschaft doch – zumindest bei jenen, die über den Tellerrand ihrer eigenen Nationalität und Kultur hinausschauen – geradezu legendär.
Sieger des Turniers wurde übrigens das Team vom Schachklub Wittekinds Knappen aus Enger (Kreis Herford) mit Seyfettin Kara und Sebastian Peter.
Die aktuelle Ausgabe des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ widmet dem 17-jährigen norwegischen Talent Magnus Carlsen einen Artikel. Für Schachkenner ergeben sich daraus sicherlich kaum neue Erkenntnisse. Carlsens Talente sind sicherlich ebenso bekannt wie seine Schwächen. Bemerkenswert sind sicherlich aber die Kommentare anderer Schachgrössen. So bescheinigt Kramnik dem jungen Norweger, er könne sich sicherlich noch besser vorbereiten, während Anand angesichts der zunehmenden Konkurrenz scherzhaft anmerkt, es sei an der Zeit, ein Mädchen kennenzulernen.
Unabhängig vom Inhalt des Artikels ist für Schachfreunde sicherlich bemerkenswert, dass die Medien im Jahr der WM und der Olympiade in Deutschland offenbar ein größeres Interesse am Schachsport erhalten. Man darf gespannt sein, was das Jahr hier noch bringen wird.
Hinter dem Oberbegriff Leichtathletik verbergen sich zahlreiche Einzeldisziplinen, die sich zum Teil ähneln, die zum Teil aber auch unterschiedlicher kaum sein könnten. Zu den sich ähnelnden Disziplinen zählen der Hochsprung und der Stabhochsprung.
Ein guter Hochspringer muss kein guter Stabhochspringer sein, ein guter Stabhochspringer muss kein schlechter Hochspringer sein. Er kann es aber. Wer das Hilfsmittel Stab besonders gekonnt einzusetzen versteht, zeichnet sich gerade in dieser Besonderheit seines Sports aus. (weiterlesen…)