Für die Deutschen gehörte der 9.11. schon vor dem Mauerfall zu einem wichtigen Tag der Geschichte. Doch auch Schachgeschichte wurde an diesem Tag geschrieben: Heute vor 22 Jahren gewann der damals erst 22-jährige Garri Kimowitsch Kasparow in Partie 24 der Moskauer Weltmeisterschaft das fünfte Spiel und damit den Weltmeistertitel.
Zuvor hatte Karpow nach fünf Partien mit 2:1 geführt, dann aber nur noch einmal gewonnen. Im Frühjahr waren der Titelverteidiger und der Herausforderer nach 48 Partien, die ebenfalls in Moskau ausgetragen wurden, ergebnislos auseinander gegangen. Karpow war zuletzt immer müder erschienen und hatte die letzten zwei Partien verloren, als man sich entschied, den Wettkampf abzubrechen.
Spiegel TV berichtete jüngst über einen neuen Trendsport, das Schachboxen. Genau: bei dieser, 2003 erstmals ausgetragenen, Sportart geht es um die Kombination von Schach und Boxen, um sowohl den Geist als auch den Körper herauszufordern. Die Schach- und Boxsequenzen wechseln sich dabei ab.
Sechsmal geht es ans Schachbrett, jeweils für vier Minuten. Insgesamt hat jeder Spieler zwölf Minuten Bedenkzeit zur Verfügung. Dazwischen wird fünfmal für jeweils zwei Minuten geboxt.
Ein Schach matt oder der Ablauf der Bedenkzeit führen ebenso zum Ende des Kampfes wie ein technischer K.O. beim Boxen. Fällt keine derartige Entscheidung, so vergeben die Boxrichter ihre Punkte. Kommt es auch dabei zu einem Remis, gewinnt der Spieler mit den schwarzen Steinen.
Der Spiegel-TV-Bericht (2½ Minuten) kann auf den Seiten von Spiegel online betrachtet werden.