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Bulgarien will Olympia 2014

Sonntag, 02. Mai 2010 von caissa

Der bulgarische Schachverband bewirbt sich für die Austragung der Schacholympiade 2014 und des World Cups 2013. Geplant war wohl, den Schwung der WM in Sofia für die Bewerbung zu nutzen, doch das Timing war alles andere als perfekt, wurde doch just am gleichen Tag die WM durch einen Stromausfall unterbrochen.

Dennoch rechnet sich Bulgarien gute Chancen für ihre Bewerbungen aus, obschon das norwegische Trömsö die Carlsen-Manie für seine Olympiabewerbung nutzen möchte.

Den bulgarischen Organisatoren ist der Stromausfall am Freitag sicherlich nicht anzulasten, fiel der Strom doch nicht nur im Militärklub aus. Der Optimismus, sich der Schachwelt von seiner besten Seite zu zeigen, ist aber nicht nur wegen des Blackouts am Freitag unbegründet. Schon die Reaktionen auf Anands Antrag, die WM wegen des Flugverbotes um drei Tage zu verschieben, kann man wohl als „Blackout“ bezeichnen, so unhöflich und brüsk wurden sie formuliert.

Auch das nahezu vollständige Fehlen von Publikum an den Wochentagen, das Danailow lapidar damit begründet, dass Slawen lieber in den Garten gingen, die schlechte Tonqualität bei der Übertragung, die Antoaneta Stefanowa und Surab Asmaiparaschwili kaum verstehen lässt und das Fehlen eigentlich selbstverständlicher Begrüßungen machen keinen guten Eindruck. So musste der oberste Organisationschef und Premierminister Bulgariens daran erinnert werden, den Weltmeister zu begrüßen. Das Publikum wurde diesbezüglich auch zunächst ignoriert. Danailow hierzu: „Wir Slawen sind kein Freund großer Reden.“ – Manchmal wünscht man sich, gerade er würde sich dies mehr zu Herzen nehmen.



Kasparow siegt immer noch

Sonntag, 23. August 2009 von caissa

Die SG Zürich feiert in diesem Jahr ihr 200-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass traten an diesem Wochenende fünf klassische Weltmeister, ein Vizeweltmeister und zwei Fide-Weltmeister an jeweils 25 Brettern zum Simultan an. Publikumsmagnet war natürlich Garri Kasparow, der vier Remis zuließ.

Der Fide-Weltmeister von 2002, Ruslan Ponomarjow, war mit 25:0 Punkten der erfolgreichste Spieler. Der Weltmeister von 2000 bis 2007, Wladimir Kramnik, gab nur einen halben Punkt ab. Kasparow und Anand kamen auf je zwei Verlustpunkte. Ohne Niederlage blieb auch Boris Spasski, Weltmeister von 1969 bis 1972. Er gab allerdings mit 5½ die meisten Punkte ab.

Wesselin Topalow verlor gleich zweimal bei drei Unentschieden, Kortschnoi verlor bei ebenfalls drei Remis eine Partie. Anatoli Karpow verlor ebenfalls einmal bei sieben Remis.

Berauschtes Spiel von Tkachiev

Donnerstag, 09. April 2009 von caissa

Beim Open im indischen Kolkata fand Ex-Europameister Vladislav Tkachiev einen ungewöhnlichen Weg, seine Partie zu verlieren. Wie indische Medien berichten, erschien der Franzose volltrunken am Brett und schlief dort dann seinen Rausch aus.

Es gelang nicht, Tkachiev vor der Zeitkontrolle zu wecken. Vom Schiedsrichter erhielt er eine 0 und eine Verwarnung, darf aber weiterspielen.

Interkulturelles Schnellschach in Köln

Mittwoch, 26. November 2008 von caissa

Am 8. November 2008 fand in Köln das zweite interkulturelle Schnellschachturnier „Integration ist Teamarbeit“ statt. Ausrichter des Turniers war der ursprünglich türkischstämmige, nun multikulturelle Schachclub Satranç Club 2000.

Zur Historie: Das erste interkulturelle Schnellschachturnier und ein Freundschaftsspiel fanden im Jahre 2001 mit vielen Spielern statt statt, von denen viele mittlerweile IM bzw. angehende GM sind: Z.B. Kivanc Haznedaroglu, Umut Atakisi, Dieter Morawietz, Ilja Zaragatski, Jakob und Philipp Balcerak.

Das diesjährige Turnier fand im Rahmen der Interkulturellen Woche statt und sollte auch auf die Schacholympiade in Dresden einstimmen. Daher wies auch die Schacholympiade ausdrücklich auf das Turnier hin. Beide Ereignisse nahm der Verein zum Anlass, Schach als Integrationssport und den Schachverein als Ort des interkulturellen Dialoges stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. (weiterlesen…)

Schach dem Raab

Donnerstag, 15. Mai 2008 von caissa

Die Deutsche Schachjugend versucht, mit Hilfe einer Unterschriftenaktion Schach in der Pro-7-Sendung „Schlag den Raab“ unterzubringen. Die Idee für den Vielseitigkeitswettkampf zwischen der selbsternannten „Killerplauze“ Stefan Raab und einem Kandidaten besteht im Konditionsschach, einer Blitzpartie, bei der zwischen den Zügen zur einige Meter entfernt stehenden Schachuhr gelaufen werden muss. Wer diesen bemerkenswerten Ansatz unterstützen möchte, findet nähere Informationen unter www.deutsche-schachjugend.de.

Integration ist Teamarbeit

Donnerstag, 20. März 2008 von caissa

Am vergangenen Sonntag fand in Köln ein multikulturelles Tandemschachturnier unter dem Motto „Integration ist Teamarbeit“ statt. Veranstalter waren der Satranç Club 2000 und das Kilimandjaro – Zentrum für Integration. Das Ziel, Schach als Integrationssport und Ort der multikulturellen Begegnung stärker in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit zu rücken, lag natürlich gerade im Jahr der Schacholympiade in Deutschland mit ihrem Motto „Wir spielen eine Sprache“ eine noch größere Rolle als der Sport an sich.

So hatte natürlich auch das Tandemschach seinen tieferen Sinn: Bei dieser Variante des Schachspiels bilden je zwei Spieler ein Team, agieren aber nicht parallel zueinander, sondern miteinander. Die Figuren, die ein Spieler schlägt, können jeweils auf dem anderen Brett plaziert werden. Jeder Spieler ist also auf seinen Mitspieler angewiesen. Die weißen Steine des einen müssen mit den schwarzen des anderen harmonisch abgestimmt werden – eben so, wie das Zusammenwirken von Kulturen, von Einheimischen und Zuwanderern auch nur Hand in Hand funktionieren kann.

Konsequenterweise wurden die Teilnehmer mit Simits, den türkischen Sesamkringeln, ebenso üppig versorgt wie mit bayerischen Brezeln. Doch weit mehr noch als über die Verpflegung und den sportlichen Spaß erfreuten sich die Spieler aus Ländern wie der Türkei, Uganda, Griechenland, Spanien und natürlich auch Deutschland natürlich am freundlichen Miteinander der Menschen, Kulturen und Nationen. Dass der gastgebende Satranç-Club für seine außerordentliche Gastfreundschaft gelobt wurde, verwundert wohl kaum, ist die türkische Gastfreundschaft doch – zumindest bei jenen, die über den Tellerrand ihrer eigenen Nationalität und Kultur hinausschauen – geradezu legendär.

Sieger des Turniers wurde übrigens das Team vom Schachklub Wittekinds Knappen aus Enger (Kreis Herford) mit Seyfettin Kara und Sebastian Peter.

 

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