Pat(t)zer@Work

Prominenten-Patzer gesucht

Donnerstag, 14. Januar 2010 von caissa

Während Dieter Bohlen und Kollegen einmal mehr verbal auf selbst ernannte Sternchen einprügeln, schlägt Deutschland sucht den Superpatzer zurück. Bevor wir uns wieder unseren eigenen Patzern widmen, sind erst einmal die Prominenten dran: Wir wählen den Prominentenpatzer.

Ex-Weltmeisterin Susan Polgar hat sich schon lange auf Wladimir Kramniks Selbstmatt im Duell mit Deep Fritz als „blunder of the century“ festgelegt. Doch es gibt durchaus noch eine ganze Reihe anderer Aussetzer prominenter Spieler. Einer davon wurde von keinem geringeren als Garri Kasparow auf das Brett gebracht, wie im Bild links zu sehen (FEN am Ende des Kapitels). Beim Schnellschach gegen Viswanathan Anand in Genf 1996 „opferte“ Kasparow Material. Fast noch sehenswerter ist seine Reaktion auf Anands nächsten Zug bei YouTube.

Doch Kasparow und Kramnik sind natürlich nicht allein. Im Laufe der Zeit haben zahlreiche prominente Schachspieler daneben gegriffen. Wir wählen nun den schönsten Patzer, den sich ein prominenter Schachspieler geleistet hat.

Zuvor müssen wir natürlich die Kandidaten auswählen. Hier seid Ihr gefragt: Schreibt Euren Vorschlag als Kommentar oder sendet eine E-Mail mit Eurem Vorschlag an die im Impressum genannte Adresse. Zeitliche oder andere Einschränkungen sind nicht zu beachten.

Also her mit den schönsten Patzern!

FEN für die Weiterverabeitung im eigenen Programm:
2r1k2r/1p3pb1/p2p4/3np3/4q1p1/1P1NB1Pp/P1P1QR1P/4R1K1 b k – 6 33
2r1k2r/1p3pb1/p2p4/3np3/6p1/1P1Nq1Pp/P1P1QR1P/4R1K1 w k – 0 34

Oh no – one more Blog!

Dienstag, 12. Januar 2010 von caissa

Als wenn es nicht schon genügend Weblogs zum Thema Schach geben würde … nun blogt auch noch caissa. Und wozu das Ganze? Ganz klar: damit Nachrichten einerseits von Meinungen und Persönlichem klarer getrennt werden. Für das Subjektive blogt nun Pattzer@Work.

Nun schließt sich der Kreis: 2003 war Pattzer@Work noch der Name einer Mannschaft auf dem Fernschach-Server Freechess. Aus der Pattzer-Homepage wurde nach und nach das caissa schach-magazin und später auch die caissa schach-chronik. Jetzt, nach Fusionen mit den Bauerntölpeln und den Black kNights heisst das Fernschach-Team j’adoube, und bei Pattzer@Work wird nun nicht mehr schachlich, sondern eher verbal gepat(t)zt.

Andere Meinungen als die des Verfassers sind herzlich willkommen und gern gelesen, natürlich im Rahmen der Gesetze. Hierfür stehen im Blog und bei den caissa-Nachrichten Kommentarfunktionen zur Verfügung.

Ja genau: Die Inhalte des Blogs sind zunächst auch bei caissa als Nachricht in der Rubrik Blog zu lesen. Natürlich liegt das zum einen daran, dass der Mensch ein Gewohnheitstier und der Schachfreund dazu manchmal ein wenig unflexibel ist, mehr aber noch daran, dass das Blog zunächst einmal gestestet werden soll.

Die ersten Beiträge des Blogs sind ältere gesammelte Meinungen und Geschichten aus und um caissa.

Laskers Last-Minute-Sieg

Donnerstag, 07. Januar 2010 von caissa

Heute vor 100 Jahren begann in Wien das Weltmeisterschafts-Match zwischen Titelverteidiger Emanuel Lasker und seinem österreichischen Herausforderer Carl Schlechter. Erst in der letzten von zehn Partien konnte Lasker seinen einzigen, entscheidenen Sieg zur Titelverteidigung einfahren.

Zehn Jahre lang hatte Emanuel Lasker seinen Titel nicht verteidigt, bevor er zwischen 1907 und 1910 gleich vier Herausforderungen annahm. Als Carl Schlechter und er am 7. Januar 1910 in Wien zur ersten Partie ans Brett gingen, steuerte Europa bereits auf den Weltkrieg zu. 1908 hatte Kaiser Wilhelm mit der Daily-Telegraph-Affäre für Empörung gesorgt, 1909 war Theobald von Bethmann Hollweg zum Reichskanzler ernannt worden, der durch seine Aktionen während der Juli-Krise 1914 wesentlich zum Ausbruch des Weltkrieges beitrug. (weiterlesen…)

Keine Winterpause im Januar

Freitag, 01. Januar 2010 von caissa

Im Januar startet das neue Schachjahr gleich mit einigen Attraktionen. Dazu gehört natürlich traditionell das Corus Chess Tournament in Wijk aan Zee, das am dritten Januar-Wochenende startet. Die verspätete Mannschafts-WM in Bursa ist ab dem 5. Januar ein weiteres Top-Ereignis. Eine Übersicht über alle wichtigen Termine bietet ab sofort caissa.

Gleich am 5. Januar startet im westtürkischen Bursa die Mannschafts-Weltmeisterschaft. Russland ist wie so oft favorisiert, musste aber kurzfristig auf Sergei Karjakin verzichten. Die Chinesen verzichteten ebenso kurzfristig auf ihre Teilnahme und werden durch Indien ersetzt.

In Wijk aan Zee verteidigt Sergei Karjakin seinen Titel u.a. gegen Kramnik, Iwantschuk und Anand. Für den Inder wird es das letzte große Turnier vor der WM sein, so dass mit einem guten Abschneiden wohl kaum zu rechnen ist. Die Tricks und Neuerungen spart sich der Weltmeister sicherlich für Topalow auf.

Auch wenn die deutsche Bundesliga lange Winterpause macht, muss auf Vereinsschach nicht verzichtet werden. Die erste Runde im DSB-Pokal wird am 16. Januar ausgespielt. Am 17.1. spielt die Frauen-Bundesliga. Eine Woche später gehen die 2. Ligen wieder an die Bretter. Volles Programm wird auch in Österreich gespielt. Vom 14. bis 17. Dezember fallen vielleicht schon die ersten Vorentscheidungen in der österreichischen Bundesliga.

caissa wird langsam flügge

Donnerstag, 24. Dezember 2009 von caissa

Im September waren zwei Jahre vergangen, seitdem caissa den Regelbetrieb mit dem Ziel aufgenommen hatte, insbesondere (noch) nicht organisierten Schachfreunden Schach schmackhaft zu machen und mit Informationen zu versorgen. Wie in solch jungem Alter üblich, hat sich auch in diesem Jahr einiges getan.

Die wichtigste Änderung war sicherlich die Auslagerung der Chronik auf eine eigene Homepage. Hierdurch konnten die zahllosen historischen Ereignisse vom aktuellen Geschehen getrennt und die Inhalte beider Seiten übersichtlicher gestaltet werden. Damit verbunden war auch der Umzug beider Seiten auf einen neuen, leistungsfähigeren Server. (weiterlesen…)

Kramnik verlor nur einmal

Sonntag, 20. Dezember 2009 von caissa

Magnus Carlsen ist in aller Munde, selbst außerhalb der Schachwelt. Als jüngster Spieler aller Zeiten erklomm er die Spitze der Weltrangliste – Grund genug, um ihm einen eigenen Jahresrückblick zu widmen. Doch nicht nur Carlsen ist einer der Gewinner des Jahres.

Im Carlsen-Hype geht Wladimir Kramnik ganz zu unrecht ein wenig unter. Nach der Geburt seiner Tochter Ende 2008 nahm sich Kramnik zunächst einmal eine Auszeit, die er aber wohl nicht ausschließlich seiner Familie widmete. Erst im zweiten Halbjahr kehrte Kramnik in die Arena zurück. Sein insgesamt neunter Sieg in Dortmund überraschte kaum, auch, dass er dabei ungeschlagen blieb nicht. Die Dortmunder Schachtage kommen dem Russen und seinem remisträchtigen Spiel eben sehr entgegen. Doch weit gefehlt: Kramnik überraschte die Schachwelt in diesem Jahr mit für ihn ungewohnt offensivem Spiel selbst mit schwarzen Steinen. (weiterlesen…)

 

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